Gleise 4-5 für die S7 (Foto: T. Ryf)

Am 21.10 1898 wurde der Bahnhof Worb Dorf in Betrieb genommen. Zuerst mit der Linie aus Gümligen. Die Worblentalstrecke wurde am 25.08.1913 eröffnet und gleichzeitig das erste Stellwerk des heutigen RBS in Betrieb genommen.

Dieses wurde 1954 durch ein Schalterwerk von Integra abgelöst. 1974 kam ein ASEGA-Gleisbildstellwerk mit Zwergsignalen in Betrieb, welches als letztes seiner Art am 18. April 2024 ausser Betrieb genommen wurde.

Nun steht in Worb Dorf das neuste Domino 67 der Schweiz in Betrieb.

Heute verkehren Trams der Linie 6, sowie die S7-Züge von und nach Bern.

AbkürzungWBDO
ISBBWB, WTB, VBW, RBS
Strecke294 / 295
Bahn-km9.680

Boll-Utzigen

zuletzt aktualisiert: 21.04.2024

21.10.1898Eröffnung BMGWB (Bern-Muri-Gümligen-Worb Bahn)
1907BMGWB wird zur Bern-Worb-Bahn (BWB)
21.07.1910Elektrifizierung BWB
25.08.1913Eröffnung der elektrischen WT (Worblentalbahn)
25.08.1913IBN Kurbelwerk 3K (von Roll) mit 2 Einfahrsignalen und 1 Rangiersignal
1917Planung und anschliessende Inbetriebnahme des Anschlussgleises für die Mosterei Worb
1921Staatsstrassenübergang bei km 9.329 wird mit Barrierenanlage nach System MOB/Zehnder ausgerüstet, welcher über Fahrdrahtkontakt angesteuert wird
1927Fusion von BWB und WT zu den Vereinigten Bern-Worb Bahnen VBW
Februar 1944Klappscheiben-Einfahrsignal Seite Gümligen durch Lichtsignal ersetzt (erstes Lichtsignal des heutigen RBS)
Das Signal wurde von der VBW selber gebaut mit alten Auto-Schweinwerfern
Juli 1944Inbetriebnahme Blinklichtanlage beim Bahnübergang km 10.146 (Sägesser)
1946 caEinfahrsignal Seite Boll durch Lichtsignal ersetzt
1948Inbetriebnahme Anschlussgleis der Firma Gebr. Ott bei km 9.700 Seite Vechigen
1950Mechanisches Rangiersignal wird durch selbst gebautes Rangierlichtsignal ersetzt
21.08.1950Worb war immer knapp an Stationsgleisen. Neben dem Depot konnte nun eine neue grosse zweigleisige Abstellanlage (B-Gruppe) in Betrieb genommen werden, welche das Abstellen ganzer Pendelkompositionen gestattet.
15.03.1954IBN Integra Schalterwerk vertikal 14F mit Schwenkschalter inkl. Block Worb-Langenloh, 4 elektrische Weichen, 3 Hauptsignale und 4 Rangiersignale
Ende 1954Inbetriebnahme eines Einfahrvorsignals Seite Vechigen
07.11.1967Grosser Rat spricht 6 Mio zur Modernisierung der Worblentallinie unter anderem dem Einbau des Streckenblocks
1972-1976Umbau und Erweiterung Stationsanlagen
24.09.1973IBN Werkstätte Worbboden
Juni 1974IBN Gleisbildstellwerk ASEGA mit ZS und elektrischen Weichen
24.07.1976IBN Block Worb-Boll mit Blockstelle Vechigen
1979Per Fahrplanwechsel wird der Güterverkehr Gümligen-Worb Dorf aufgehoben. Der Güterverkehr nach Worb wird via Worblental abgewickelt
1980IBN der Fernsteuerung ab Worblaufen
01.01.1984Fusion von VBW und SZB zum Regionalverkehr Bern-Solothurn RBS
31.12.1986Güterverkehr eingestellt
05.10.1990ASEGA-Pult wird durch Symo-Pult ersetzt
Einfahrseite Gümligen mit ZS ausgerüstet
17.09.2001Beginn Umbauarbeiten für Fahrzeughalle «Raupe»
01.10.2001Abbruch Gleise 5+6
29.06.2002IBN neues Gl.5 in der neuen Perronhalle Raupe
06.12.2002IBN neues Gl.4 in der neuen Perronhalle Raupe
09.08.2006Erste Probefahrt durch neu erstellte Tramwendeschleife
04.09.2006Offizielle Eröffnung Wendeschleife
10.12.2006Eröffnung Haltestelle Worbboden
06.05.2019Dauernde Fernsteuerung ab WBL
Ende 2021Der Bahnübergang Verzinkerei km 9.800 wurde aufgehoben
18.04.2024Ausserbetriebnahme des letzten ASEGA-Gleisbildstellwerkes der Schweiz
21.04.2024Inbetriebnahme des Domino 67 ausserdem wurden die Hauptgleise umnummeriert, sowie das Gleis 82 in Worbboden als Abstellfläche, für Baudienstfahrzeuge in Betrieb genommen
StellwerkBahnhof ohne Stellwerk

Fotos

Pläne & Dokument

Herstellervon Roll
StellwerktypKurbelwerk 3K
Inbetriebnahme25.08.1913
Ausserbetriebnahme15.03.1954
Signaltypmechanische Abschlusssignale
ab 1944/46 Typ L
Blocktyp-
BetriebsartOrtsbedienung
Fernsteuerung
Pulttyp
UmbautenFebruar 1944 wurde mit dem Einfahrsignal von Langenloh her, das erste Lichtsignal im Bereich des heutigen RBS in Betrieb genommen.
ca. 1946 wurde dann das Einfahrsignal Seite Boll durch ein Lichtsignal ersetzt
SpezialitätenZwei Kurbeln waren für die Klappscheiben-Einfahrsignale von Langenloh und Boll her, die 3. Kurbel wurde zuerst für einen Hemmschuh Seite Boll, später für das Rangiersignal benutzt.
WeiteresDas erste Stellwerk von Worb Dorf wurde mit der Einführung der Worblentalbahn 1913 in Betrieb genommen. Ein Kurbelwerk von VonRoll mit 3 Kurbeln.
Erhaltung / Weiterverwendung

Stellwerk

Aussenanlage

Technik

HerstellerIntegra
StellwerktypSchalterwerk vertikal
Inbetriebnahme15.03.1954
AusserbetriebnahmeJuni 1974
SignaltypTyp L
Blocktyp1954-1974 nur Streckenblock Langenloh - Worb Dorf (Worblentalstrecke erhielt der Steckenblock erst 1976)
BetriebsartOrtsbedienung
Fernsteuerung
Pulttyp14 Felder
Umbauten
Ende 1954 wurde Seite Boll ein Einfahrvorsignal in Betrieb genommen.
Am 24.9.1973 wurde die Werkstätte Worbboden in Betrieb genommen. Der Anschluss an die Sicherunsanlage erfolgte mit dem neuen Stellwerk.
Spezialitäten- Einrichtung mit Schwenkschalter an der Wand montiert
- Es konnten 4 elektrische Weichen (Antrieb Westinghouse, Occasion von SBB), 3 Hauptsignale, 4 Rangiersignale und Barrierenanlagen bedient werden.
- Weichen 1-3 konnten auf Lokalbetrieb für das Umstellen vor Ort umgeschaltet werden, wobei ein Lokalbetrieb sie Signalfahrtstellung verhinderte
- 2 Handweichen (13 + 22) hatten eine elektrische Überwachung
- Das Ausfahrsignal C diente nur für die Linie nach Gümligen
WeiteresMit Inbetriebnahme des Schalterwerks wurde auch die erste blockgesicherte Strecke des heutigen RBS in Betrieb genommen (Langenloh - Worb Dorf).
Erhaltung / Weiterverwendung

Stellwerk

Aussenanlage

Technik

Übersichtsplan

Worb Dorf 64513-100d Gleis- und Kabelplan (Quelle: Bundesarchiv)

Stellwerkplan

Worb Dorf 64513-4004c Stellwerkplan (Quelle: Bundesarchiv)
Worb Dorf 64513-200c Verschlusstabelle, Gleisplan (Quelle: Bundesarchiv)
HerstellerASEGA
StellwerktypGleisbildstellwerk ZS
InbetriebnahmeJuni 1974
Ausserbetriebnahme18.04.2024
SignaltypTyp L
BlocktypWorb-Langenloh: automatischer Gleichstromblock mit Blockschlüssel
Worb-Boll: ab 27.07.1976 automatischer Gleichstromblock mit Blockschlüssel, inkl. Blockstelle Vechigen (zentralisiert in Boll, seit 2001 nicht mehr in Betrieb)
BetriebsartOrtsbedienung / Fernbedienung mit automatischem Betrieb (AB)
Sofern die Automatik eingeschaltet war, wurden die Fahrstrassen aus den Gleisen 2 bzw. 4/5 (je nach eingestellter Einfahr-Priorität) über einen Impuls von einer Schaltuhr automatisch gestellt, sofern vorher im betreffenden Gleis eine Einfahrt stattgefunden hat. Auf der Linie 6 wurde unterschieden, ob es sich um einen blauen Zug oder einen Combino handelt, welcher durch die Schlaufe fahren muss.
Fernsteuerung- 1980 IBN Fernsteuerung auf Dominopanoramawand in Worblaufen (Do67 Bedienoberfläche)
- 1980 am Abend (Mo–Fr ab 21.30 Uhr, Sa/So ab 21 Uhr)
- 1.4.2018 Fernbedienung täglich ab 19.30 Uhr statt 21 bzw. 21.30 Uhr
- 12.11.2018 Fernbedienung Mo–Fr ab 13 Uhr statt 19.30 Uhr (Sa/So ganzer Tag ferngesteuert)
- 6.5.2019 vollständige Fernsteuerung, Worb nur noch kommerziell bedient
PulttypASEGA-Gleisbildstellwerk, ab 05.10.1990 SYMO-Pult
Umbauten- Die Einfahrseite Gümligen wurde erst per 5.10.1990 mit der Inbetriebnahme des neuen Tramdepots mit Zwergsignalen ausgerüstet
- Um den Trambetrieb mit den Fahrzeugen von BernMobil zu ermöglichen wurden die Bahnhofgleise gekürzt und auf dem frei gewordenen Platz eine Tramwendeschleife gebaut.
Spezialitäten- Speichern war möglich, allerdings kennt das ASEGA-Gb keine blinkenden Speichertasten. Eine gespeicherte Zufahrtsstraße erkannte man am blinkendem Pfeil neben der Starttaste. Für Rangierfahrstrassen war es ein eine kleine Meldelampe am Start und am Ziel die blinkte. Es gibt keine Speicherlöschtaste. Man muss mit der BA den Speicher löschen.
- Bei Inbetriebnahme kannte das Stellwerk keinen Weicheneinzelverschluss. Dieser wurde erst später nachgebaut.
- Stellpult beinhaltete die Fernüberwachung der Linie Richtung Gümligen-Bern
- Trams von Bernmobil fuhren via Wendeschleife ab Gleis 2 über Gleis 3 aus und verschwanden somit kurz vom Stellwerk. Eine Sicherung von Gleis 3 während dieser Zeit entfiel, da vor und nach der Schleife Tramwiederholungssignale von Ausfahrsignal DF3 aufgestellt waren.
- Die Fernsteuerung in Worblaufen sah aus, wie ein Domino 67, obwohl darunter ein ASEGA-Stellwerk verngesteuert wurde.

Die Linie G ist stellwerktechnisch gar nicht gesichert. Die Ausfahrsignale werden durch das Befahren von Schienenkontakten gestellt. Im Fall einer Kreuzung darf der Kontakt erst befahren werden, wenn der Gegenzug sichtbar ist. Es sind auffahrbare Handweichen vorhanden (ausgenommen Weiche 2 in Melchenbühl und Abzweigung zur Wendeschlaufe in Siloah), welche für den Rechtsbetrieb gestellt sind und bei der Ausfahrt mit V. max. 40 km/h aufgefahren werden. Es sind örtliche Tastenkästen vorhanden, welche gewisse Eingriffe ermöglichen (z.B. Fahrtstellung des Ausfahrsignals bei ausserplanmässigen Wendezügen aus dem falschen Gleis). Zur Sicherung der Strecke sind so genannte Blockschlüssel vorhanden, welche das nicht signalmässige Befahren der Strecke erlauben, sofern wieder auf den Ausgangsbahnhof zurückgekehrt wird. Die Strecke Worb Dorf–Langenloh war in das Stellwerk Worb Dorf integriert. Daher konnte das Ausfahrsignal in Langenloh auch von Hand gestellt werden. Auch war hier eine Streckensperre vorhanden.
WeiteresMit der Ausserbetriebnahme des ASEGA-Stellwerks verschwand das letzte seiner Bauart mit Zwergsignalen. Bleibt einzig noch das ASEGA-Stellwerk von Andermatt ohne ZS.
Erhaltung / WeiterverwendungBleibt privat erhalten

Stellwerk

Aussenanlage

Technik

Übersichtsplan

Worb Dorf Ü-Plan 1/2 10.01.2012
Worb Dorf Ü-Plan 2/2 10.01.2012
Worb Dorf Ü-Plan 1990 (Quelle: Bundesarchiv)
Worb Dorf Ü-Plan 1974 (Quelle: O. Wileczelek)

Stellwerkplan

Worb Dorf Gleisbild 1974 (Quelle: Bundesarchiv)
Verschlusstabelle 1974 (Quelle: Bundesarchiv)

Iltis Lupe

Dieses Stellwerk wurde nie mit einer Computerbasierten Leittechnik ferngesteuert.

HerstellerBär / Stadler
StellwerktypDomino 67
Inbetriebnahme21.04.2024
Ausserbetriebnahme
SignaltypTyp L
Blocktypautomatische Streckenblock mit Achszähler
BetriebsartFernbetrieb mit ASB
FernsteuerungVBBa ab Worblaufen
PulttypDominopult Jx201/1 55×11 Felder (Pult von Burgdorf Steinhof)
Umbauten
Spezialitäten- Ausfahrsignal W in Langenloh ist analog dem Stellwerkvorgänger auf der Anlage von Worb Dorf zentralisiert
- Tore der Halle Gleis 3 und 4 sind stellwerktechnisch überwacht, können jedoch nicht gesteuert werden
- Für Gleis 3 und 4 kann eine Priorisierung gewählt werden
- Wegen der Wendeschlaufe ergeben sich Bedienungen, wo Tasten mit blauem Ring und Tasten mit grauem Ring zusammen gedrückt werden müssen, um eine Fahrstrasse einzustellen.
Weiteres
Erhaltung / Weiterverwendung

Stellwerk

Aussenanlage

Technik

Stellwerk-Dokumente

Übersichtsplan

Stellwerkplan

Lupe

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